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"Bäre brummlet" freundlich und tragen die Fasnet ins Dorf 

 

NEURAVENSBURG - Seit 1985 steppt der Bär im Dorf und treibt in der Fasnet seinen närrischen Unfug. Mit einem kuscheligen Bärenfelloverall gekleidet und einem Bärenlächeln auf der Holzmaske tummeln sich die Hästräger der Narrenzunft dieses Jahr auf 16 Umzügen und erfreuen die Zuschauer mit ihrem "Bäre brummlet - allet no."

Als "Bettgeflüster" sind sie 1981 auf närrischen Pfaden gewandelt, bevor sich die "wilde Gruppe" im Sommer des gleichen Jahres entschloss, eine Narrenzunft ins Leben zu rufen. Vier Jahre zogen sie als düstere Henker durch die Straßen, weil einst in früheren Zeiten ein Henker in Föhlschmitten wohnte. "Doch eigentlich hat uns das böse Image nicht gefallen", erzählt Zunftmeisterin Lisa Heine.

In Anlehnung an das Neuravensburger Wappen mit dem Bär aus St. Gallen wurden 1985 die "Neuravensburger Bären" geboren, die heute mit 63 Maskenträgern, 25 Kindern und 15 passiven Mitgliedern ihr bäriges Gebrummel erschallen lassen. "Allet no" - immer noch und immer wieder treibt es die freundlichen Pelzträger auf die Straßen und in die Fasnet hinein.

Doch nicht nur als fröhliche Umzugsteilnehmer sind die Bären bekannt, sondern auch als kompetente Veranstalter eines eigenen, jeweils am drittletzten Samstag im Januar stattfindenden Narrensprungs in ihrer Ortschaft Neuravensburg.

Als Vollzunft im Alemannischen Narrenring unterliegen die Bären den Regeln der Organisation, die sich die Pflege heimischen Brauchtums auf die Fahnen geschrieben hat. So ist es für die Narrenzunft auch gute Sitte, am "Gumpigen Donnerstag" einen Hemdglonkerumzug für Kindergarten und Schule zu veranstalten und nach dem Aufstellen des Narrenbaums die Herrschaft über das Rathaus zu übernehmen.

Klar auch, dass die liebenswürdigen Bären die Kinder der Schule befreien und sie mit leckeren Brezeln verköstigen. "Wir tragen die Fasnet ins Dorf", betont mit Nachdruck Zunftmeisterin Lisa Heine, die mit schwarzer Kniebundhose, weißer Bluse und einem blauen Samtumhang im Zunft-ratshäs den Bären vorsteht und darauf achtet, dass der Verein auch zukünftig familiär bleiben wird. Und wer nun Lust hat, sich einmal so richtig bärig zu fühlen, der hat bei einem Schnupperwochenende mit Leihhäs die Gelegenheit, den Bär steppen zu lassen.

 

(Erschienen: 07.02.2009)Quelle, Copyright Cristiane Link-Raule

 



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